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Vor dem Notar: [Name des Notars] [Straße und Hausnummer] [PLZ und Ort]

URKUNDE

zur Niederschrift über die Erteilung einer Generalvollmacht

Erscheinende

Es erschienen vor mir, dem unterzeichnenden Notar:

1. Herr/Frau: [Vorname] [Nachname] geboren am: [Geburtsdatum] wohnhaft in: [Straße und Hausnummer] [PLZ und Ort] Staatsangehörigkeit: [Staatsangehörigkeit] Identität nachgewiesen durch: [Reisepass/Personalausweis Nr.]

2. Herr/Frau: [Vorname] [Nachname] geboren am: [Geburtsdatum] wohnhaft in: [Straße und Hausnummer] [PLZ und Ort] Staatsangehörigkeit: [Staatsangehörigkeit] Identität nachgewiesen durch: [Reisepass/Personalausweis Nr.]

Die Erscheinenden erklärten:

I. Generalvollmacht

Der Vollmachtgeber/die Vollmachtgeberin: [Vorname] [Nachname] [Anschrift]

erteilt hiermit

dem Bevollmächtigten/der Bevollmächtigten: [Vorname] [Nachname] [Anschrift]

eine Generalvollmacht mit folgendem Inhalt:

1. Umfang der Vollmacht

Der Bevollmächtigte ist bevollmächtigt, den Vollmachtgeber in allen vermögensrechtlichen und persönlichen Angelegenheiten zu vertreten. Die Vollmacht erstreckt sich insbesondere – jedoch nicht abschließend – auf folgende Bereiche:

a) Vermögensangelegenheiten

  • Führung und Verwaltung aller Bank- und Depotkonten
  • Einziehung und Geltendmachung aller Forderungen
  • Vornahme aller Rechtsgeschäfte über bewegliche und unbewegliche Sachen
  • Abschluss und Kündigung von Verträgen aller Art
  • Entgegennahme von Zahlungen und Leistungen
  • Stellung von Anträgen und Erklärungen gegenüber Behörden, Gerichten und sonstigen Stellen

b) Immobilien- und Grundstücksangelegenheiten

  • Erwerb, Veräußerung und Belastung von Grundstücken und grundstücksgleichen Rechten
  • Eintragung, Änderung und Löschung von Grundbuchrechten
  • Vornahme aller Rechtsgeschäfte, die der notariellen Beurkundung bedürfen
  • Bevollmächtigung von Dritten, insbesondere Notaren

c) Gesellschafts- und Beteiligungsangelegenheiten

  • Ausübung aller Rechte aus Gesellschaftsanteilen und Beteiligungen
  • Teilnahme an Gesellschafterversammlungen
  • Stimmrechtsausübung
  • Abschluss von Gesellschaftsverträgen

d) Steuerangelegenheiten

  • Abgabe von Steuererklärungen
  • Entgegennahme von Steuerbescheiden
  • Stellung von Anträgen und Einlegung von Rechtsbehelfen in Steuersachen
  • Vertretung gegenüber Finanzbehörden

e) Rechtsangelegenheiten

  • Erhebung und Abwehr von Ansprüchen vor allen Gerichten und Schiedsgerichten
  • Bestellung und Abberufung von Rechtsanwälten
  • Abschluss von Vergleichen
  • Einlegung von Rechtsmitteln

f) Versicherungsangelegenheiten

  • Abschluss, Änderung und Kündigung von Versicherungsverträgen
  • Geltendmachung von Versicherungsleistungen
  • Erteilung und Widerruf von Widerrufsvollmachten

2. Befreiung von Beschränkungen

Der Bevollmächtigte ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Er darf als Vertreter des Vollmachtgebers Rechtsgeschäfte mit sich selbst oder als Vertreter eines Dritten vornehmen.

3. Untervollmacht

Der Bevollmächtigte ist berechtigt, die ihm erteilte Vollmacht ganz oder teilweise auf Dritte zu übertragen (Untervollmacht) und diese jederzeit zu widerrufen.

4. Widerruf

Die Vollmacht kann vom Vollmachtgeber jederzeit widerrufen werden. Der Widerruf ist dem Bevollmächtigten sowie Dritten, die die Vollmacht gutgläubig in Anspruch nehmen, gegenüber nur wirksam, wenn ihnen der Widerruf zugegangen ist.

5. Kollisionsklausel

Sollte der Vollmachtgeber weitere Vollmachten erteilen, die im Widerspruch zu dieser Vollmacht stehen, so ist diese Generalvollmacht vorrangig.

6. Gültigkeit über den Tod hinaus

Diese Vollmacht bleibt über den Tod des Vollmachtgebers hinaus wirksam, es sei denn, der Bevollmächtigte hat Kenntnis von dem Tod des Vollmachtgebers erlangt.

7. Geschäftsfähigkeit

Der Vollmachtgeber versichert, dass er voll geschäftsfähig ist und nicht unter Betreuung steht bzw. dass ein Betreuer für ihn bestellt ist, der die Aufgabenzuständigkeit für diesen Geschäftsbereich innehat.

II. Notarielle Beurkundung

Die Erscheinenden haben mir, dem Notar, den Text dieser Urkunde vorgelegt. Ich habe ihnen den Inhalt der Urkunde vorgelesen, ihnen Gelegenheit gegeben, ihn zu prüfen, und ihre Erklärungen zu Protokoll genommen.

Die Urkunde wurde in deutscher Sprache abgefasst. Da die Erscheinenden der deutschen Sprache hinreichend kundig sind, bedurfte es keiner Übersetzung.

Die Urkunde wurde in einer Urschrift ausgefertigt.

III. Kosten

Die Kosten für diese Beurkundung trägt der Vollmachtgeber.

IV. Schluss

Die Urschrift dieser Urkunde wird zu den Akten des Notars genommen. Den Erscheinenden ist eine beglaubigte Abschrift erteilt worden.

[Ort], den [Datum]

[Unterschrift des Notars]

[Name des Notars] Notar

Beglaubigte Abschrift erteilt:

[Unterschrift des Notars]

WICHTIGE HINWEISE

  1. Anpassung erforderlich: Dieses Muster ist allgemein gehalten und sollte an die individuellen Bedürfnisse angepasst werden.
  2. Notarielle Beurkundung: Für bestimmte Rechtsgeschäfte (z.B. Grundstückskauf, Erbscheinsanträge) ist eine notarielle Beurkundung der Vollmacht zwingend erforderlich.
  3. Betreuung: Falls eine rechtliche Betreuung besteht, muss der Betreuer zustimmen oder die Vollmacht durch das Betreuungsgericht genehmigt werden.
  4. Formvorschriften: Beachten Sie, dass für bestimmte Rechtsgeschäfte besondere Formvorschriften gelten können.
  5. Rechtsberatung: Dieses Muster ersetzt keine anwaltliche Rechtsberatung. Im Zweifelsfall sollte ein Rechtsanwalt konsultiert werden.
  6. Registrierung: Eine notarielle Generalvollmacht kann im zentralen Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer registriert werden, um Missbrauch vorzubeugen.
  7. Widerruf: Der Widerruf sollte aus Beweisgründen ebenfalls notariell beurkundet werden.
  8. Sorgfaltspflicht: Der Vollmachtgeber sollte dem Bevollmächtigten nur dann eine Generalvollmacht erteilen, wenn diesem absolut vertraut.
Haben Sie eine rechtliche Frage? Rufen Sie uns an 08141 8281030

 

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